| Bert Wollersheim; Rezension | |||
| "Finde raus, was Du drauf hast!" | |||
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Autoren: Anne Scheller und Clemens Muth Schulwerkstatt -Verlag ISBN978-3-940257-12-3 Karlsruhe 2011 Selbstbestimmung so weit wie möglich. Die Berufswahl ist keine leichte Sache, und nicht jedem Berufsstart geht ein Matching von Anforderungs- und Bewerberprofil voraus. Das beweisen die alljährlich hohen Zahlen von Ausbildungsabbrüchen. Oft entscheiden regional eingeschränkte Ausbildungsangebote, finanzielle Zwänge in der Herkunftsfamilie oder die Mobilität mittels Öffentlicher Verkehrsmittel darüber, welche Berufsausbildung in Angriff genommen wird. Der Berufsorientierungsprozess muss jedoch alle Einflüsse, die auf eine Berufsentscheidung einwirken, transparent machen. Das erfordert auch die Auseinandersetzung mit den individuellen Fähigkeiten und Interessen. Das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und die persönliche Motivation schaffen ein Stück Autonomie bei der Berufsfindung. "Finde raus, was Du drauf hast" ist eine begrüßenswerte Anregung, die eigenen Fähigkeiten und Motive zu ergründen und daran eine selbstbestimmte Berufsentscheidung zu orientieren. Mit der als Arbeitsbuch konzipierten Veröffentlichung von Anne Scheller und Clemens Muth dürfte Schülerinnen und Schülern der "persönliche Berufs-Check-up" gelingen. Das selbst erstellte Kompetenzprofil kann auch als Gegenstück zu den staatlich verordneten, bei 7-/ und 8- Klässlern im Rahmen der Berufsorientierung durchgeführten "Potentialanalysen" nützlich sein. Diese Potentialanalysen, bei denen meist Assessment - Center Übungen und Arbeitsproben fremdbeurteilt werden, bergen die Gefahr der Berufslenkung. Das im "SCHULWERKSTATT -Verlag" erschienene Buch "Finde raus, was Du drauf hast" unterscheidet sich auch durch sein zurückhaltendes Layout angenehm von den aufreißerisch gestalteten Printmedien zur berufsorientierenden Selbsterkundung, die von der Bundesagentur für Arbeit herausgegeben werden. Die im Buch angebotenen Strategien zur Findung potenialorientierter Berufe hätten durchaus erweitert werden können um Schülerinnen und Schülern auch aus arbeitsökonomischen Gründen die Berufsfindung zu erleichtern. Zum Beispiel wären gezielte methodisch /didaktische Hinweise auf die Nutzung von Computerprogrammen durchaus nützlich. Dazu gehören die barrierefreie Version von "berufe-universum" http://portal-bf.berufe-universum.de/ die einen Katalog potentialorientierter Berufe zur weiteren Auseinandersetzung anbietet, und die gezielte Suche nach potentialorientierten Alternativen zum "Traumberuf" in der Datenbank "BERUFENET". http://www.berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/index.jsp Wikipedia ist da wenig sinnvoll.
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