Zur Qualität berufsorientierender Informationen im Internet.

"Schau doch mal ins Internet" lautet immer öfter die Antwort wenn Fragen zum Thema Berufswahl gestellt werden. Auch die Berufsorientierung in Schulen nutzt zunehmend das Internet als Informationsquelle und findet immer häufiger in Computerräumen statt. Tatsächlich waren die Informationen zu diesem Thema noch nie so vielfältig wie Heute. Ob es nun um Informationen über Berufe geht, über die bestmögliche Bewerbung für einen Ausbildungsplatz, oder um Vorbereitungen auf Einstellungstests; um berufliche Weiterbildung oder Berufswegplanung, das Internet hält eine Fülle von Informationen zu diesen und weiteren Themen rund um die Berufswahl bereit.

Zum Stichwort Berufswahl liefert die Suchmaschine von Google am Abend des 24. Januar 2010 exakt 867.000 Ergebnisse. Unter diesen 867.000 Suchergebnissen finden sich bereits auf den ersten Ergebnisseiten Angebote der Agentur für Arbeit ebenso, wie die einer Werbeagentur aus Rossendorf, oder die des Psychologen aus Berlin der eine Onlineberatung anbietet. Es finden sich also sowohl qualitativ hochwertige, als auch weniger nützliche Informationen in den Suchergebnissen. Darunter sind auch Informationsangebote von Anbietern die unter Nutzung des Begriffes Berufswahl ganz andere Informationen transportieren.

Natürlich sind nur die qualitativ hochwertigen Informationen von Nutzen. Die Frage ist nun, wie diese qualitativ hochwertigen Informationen aus den 867.000 Ergebnissen herausgefiltert werden können.

Die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfahlen hat zum Thema Informationsqualität im Internet einen Ratgeber veröffentlicht: "Im Blickpunkt: Informationsqualität im Internet"

Er soll insbesondere Jugendlichen dabei helfen, "hochqualitative Informationen von zweifelhaften zu unterscheiden"

Leider offenbart auch dieser Ratgeber zum Teil eine gewisse Ahnungslosigkeit. So wird zur Qualitätsbeurteilung von Suchergebnissen die Nutzung von Internetdiensten empfohlen, die Webseiten ausschließlich nach Kriterien beurteilen, die auf programmier-technischen Details basieren. (z.B. www.seitwert.de) Auch die Aufnahme einer Webseite in einem Webverzeichnis ist keine Garantie für Qualität und Zuverlässigkeit. denn auch die Aufnahme in ein Webverzeichnis erfolgt nicht nach Qualitätskriterien, sondern ist oft ein reines Zufallsergebnis.

Wer bietet hochqualitative Informationen zum Thema Berufswahl im Internet an?

Die gezielte Suche mit bekannten, als kompetent ausgewiesenen Internetadressen ist die beste Garantie für hochqualitative Informationen zum Thema Berufswahl und Berufsorientierung:

http://www.bibb.de......... http://www.berufswahl.de........ http://berufenet.arbeitsamt.de

http://www.berufswahlnavigator.de .........http://www.planet-beruf.de/BERUFE-Universum

http://www.abi.de .........http://www.kursnet.arbeitsagentur.de/ (Mit Einschränkung)**

http://jobboerse.arbeitsagentur.de/ (Mit Einschränkung)*

Außerhalb dieser benannten Informationsanbieter kann die Beachtung folgender Regeln helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen:

Ist der Herausgeber, bzw. der Verantwortliche der Webseite laut Impressum eine öffentlich-rechtliche Institution? z.B. Bundesminister für Arbeit, Bundesagentur für Arbeit, Bundesinstitut für Berufsbildung

Liegt die Verantwortung laut Impressum bei Kammern, Gewerkschaften, Berufsverbänden, Hochschulen, Universitäten, Bildungsservern

Über welche Qualifikation verfügen die Herausgeber von privat organisierten Webangeboten ..Meist im Impressum ausgewiesen) Beispiel: www.berufswahlnavigator.de; hier ist der für den Inhalt Verantwortliche als Berufsberater und ...Fachjournalist ausgewiesen und Mitglied im Deutschen Fachjournalistenverband.

Stehen die angebotenen Informationen im fachlich/sachlichen Kontext der Webseite............. Beispiel: www.berufswahlnavigator.de

Gibt es qualifizierte Webseiten, die Empfehlungen aussprechen und ggf. auf die gefundenen Informationen verlinken

Verfügt die Webseite über Kontaktmöglichkeiten zum Herausgeber um durch konkrete Nachfrage den Sachverstand der Anbieter zu überprüfen

Bestehen Zweifel an Aktualität und Zuverlässigkeit der Informationen aus den Suchergebnissen einzelner Webseiten, können sie mit den Ergebnissen anderer Webanbieter verglichen werden. So wird das Risiko der Falschinformation verringert.

* Die Einschränkung erfolgt, weil die Bundesagentur für Arbeit als Herausgeber laut Impressum die Verantwortung für die in der Jobbörse veröffentlichten (Ausbildungs-) Stellenangebote nicht übernimmt.

**Die Einschränkung bei KURSNET erfolgt, weil die Angebote zum Teil veraltet sind, und bevorzugt kostenpflichtige Bildungsangebote im Vordergrund stehen. Die Bundesagentur für Arbeit als Herausgeber verweist darauf, dass die Bildungsanbieter selbst für die Aktualität ihrer Bildungsangebote verantwortlich sind.

 

© wollersheim/ http://www.berufswahlnavigator.de