Grundregeln für den Erfolg im Beruf

Überzeugende fachliche Fähigkeiten, gepaart mit sozialer Kompetenz gelten als Schlüssel zu einem erfolgreichen Berufsleben. Leider hinken Schulen und andere Bildungseinrichtungen bei der Vermittlung sozialer Kompetenzen hinterher. Auch Elternhäuser sind oft überfordert, die im Berufs- aber auch Privatleben so wichtigen soft skills zu vermitteln. Wir geben hier einige Tipps die Ihren Erfolg begleiten können.

Sie erreichen Ihre Ziele einfacher, wenn man Sie mag!

Verhalten Sie sich anderen Menschen gegenüber genau so freundlich und zuvorkommend, wie Sie es für sich selbst auch wünschen. Das gilt für den Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten genau so, wie gegenüber Kunden und anderen Menschen, denen Sie zum Beispiel auch in Ihrer Freizeit begegnen. Reden Sie nicht über Kollegen und Vorgesetzte in deren Abwesenheit!

Betriebsregeln einhalten!

Gehen Sie mit Firmeneigentum sorgfältig um. Erledigen Sie private Dinge in Ihrer Freizeit. Alles, was Sie während ihres Aufenthaltes im Betrieb oder auf Baustellen erfahren, sollten Sie vertraulich behandeln. Es sei denn, es handelt sich um Straftatbestände, oder um Vorgänge, die nicht in Ordnung sind. Wenn Sie im Betrieb Probleme mit Kollegen oder Vorgesetzten haben, dann sprechen Sie diese unter vier Augen offen an. Das erfordert ein wenig Mut, aber Sie haben die Chance daran zu wachsen und Ihr Arbeitsklima zu verbessern.

Halten Sie sich körperlich und geistig fitt!

Nur geistige und körperliche Fitness versetzen Sie in die Lage, den Herausforderungen im Arbeitsalltag gerecht zu werden. Achten Sie auf Ihre Gesundheit, Treiben Sie Sport. Gesundheit ist neben Ihrem Fachwissen das Wichtigste, was Sie haben.

Nicht alle Firmen gehören zu den Top-Arbeitgebern!

Möglich, dass die Unternehmenskultur in "Ihrem" Betrieb nicht sehr weit entwickelt ist, und das Betriebsklima zu wünschen übrig lässt. Dann sollten Sie darüber nachdenken, einer Gewerkschaft beizutreten.

Der erste Tag im Ausbildungsbetrieb

Der erste Tag im Ausbildungsbetrieb ist schon ein besonderes Ereignis. Viele neue Eindrücke strömen auf Sie ein: die ungewohnte Umgebung, neue Namen von Kolleginnen und Kollegen, unbekannte Fachbegriffe, und die Umstellung auf einen langen Arbeitstag.

Kommen Sie zehn - fünfzehn Minuten früher zum Arbeitsbeginn. Bringen Sie Ihre Personalpapiere mit, und geben diese im Personalbüro, oder bei Ihrem Vorgesetzten ab:

- Lohnsteuer- Identifikationsnummer (Nur bei Ausbildungsbeginn zum Sommer 2011 stellt das Wohnort- ..Finanzamt noch eine Ersatzlohnsteuerkarte aus)

- Krankenversicherungsnachweis

- Auch der Sozialversicherungsausweis muss vorgezeigt werden

- Ihre Bankverbindung für die Zahlung der Ausbildungsvergütung

Lassen Sie Ihre Ausbildungsbescheinigung für den Kindergeldanspruch vom Betrieb abstempeln und unterschreiben.

Machen Sie sich mit Ihren neuen Arbeitskolleginnen und Kollegen bekannt: Stellen Sie sich selbst vor, wenn das nicht ein Mitarbeiter des Betriebes übernimmt.

Zum Beispiel so: "Guten Tag, ich bin Karl Mustermann, Auszubildender zum ........."

Nehmen Sie ein handliches Notizbuch und einen Kugelschreiber mit. Notieren Sie sich Namen, neue Begriffe, wichtige Termine, noch zu erledigende Angelegenheiten,... Nehmen Sie Tagesverpflegung mit! In Klein- und Mittelbetrieben gibt es oft keine Kantinenangebote, erst recht nicht auf Baustellen. Schalten Sie Ihr Handy aus, und benutzen Sie es - wenn überhaupt- nur in den Pausen.

So bestehen Sie die Probezeit

Jedes Berufsausbildungsverhältnis beginnt mit einer Probezeit.

So sieht es das Berufsbildungsgesetz (BBiG) in § 20 vor. Die Probezeit muss mindestens einen Monat betragen. Sie darf aber auch vier Monte umfassen. In der Mehrzahl der Berufsausbildungsverhältnisse wird eine vier Monate dauernde Probezeit vereinbart. Wird die Ausbildung nach Ablauf der Probezeit stillschweigend fortgesetzt, ist die Probezeit "bestanden"

Innerhalb der Probezeit können sowohl der Ausbilder, als auch der/die Auszubildende ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aus dem Ausbildungsvertrag aussteigen.

Aus betrieblicher Sicht wird die Probezeit dazu genutzt, die Einstellungsentscheidung zu überprüfen. Es sind die Fragen zu beantworten: " passt der/die ausgewählte Bewerber/in in unseren Betrieb, und ist er/sie für die Berufsausbildung geeignet"

Was wird nun von Ihnen erwartet?

Erscheinen Sie 5 - 1o Minuten vor Arbeitsbeginn arbeitsbereit an Ihrem Arbeitsplatz. Überschreiten Sie Ihre festgelegten Arbeitspausen nicht. Erledigen Sie die Ihnen übertragenen Aufgaben zügig. Stehen oder sitzen sie nicht untätig herum.

Niemand erwartet von Ihnen in der Probezeit, dass Sie schon perfekt arbeiten, fragen Sie deshalb Ihren Ausbilder wenn Sie nicht weiterkommen. Warten Sie nicht, bis Sie angesprochen werden.

Wenn Sie Ihre Aufgaben erledigt haben, teilen Sie es umgehend Ihrem Ausbilder mit. Ergreifen Sie die Initiative, fragen Sie ruhig ob die erledigte Arbeit O.K. ist.

Fragen Sie nach neuen, weiteren Aufgaben. Bemühen Sie sich, die übertragenen Arbeiten sorgfältig zu erledigen. Sprechen Sie auftretende Schwierigkeiten mit Ihrem Ausbilder offen an. Vertuschen Sie Ihre Schwierigkeiten, oder misslungenen Versuche nicht.

Melden Sie sich bei arbeitsunfähigen Erkrankungen sofort telefonisch bei Ihrem Betrieb. Speichern Sie die Telefonnummern Ihres Betriebes und die Ihres direkten Vorgesetzten in Ihrem Handy. Reichen Sie die vom Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung möglichst am nächsten Werktag bei Ihrem Betrieb ein.

Nehmen Sie nichts aus dem Betrieb oder von Baustellen mit nach Hause; auch keine scheinbar wertlosen Gegenstände.

Tragen Sie angemessene Kleidung. In vielen Berufen wird eine typische Berufskleidung getragen. Schließen Sie sich da nicht aus. Schauen Sie hin, welche Kleidung die anderen Kolleginnen und Kollegen tragen.

Knüpfen Sie Kontakte zu Auszubildenden in älteren Jahrgängen.

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