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© Bert Wollersheim Das mache ich nach dem Schulabschluss _______________________________________________________ Zur Planung und Realisierung beruflicher Vorstellungen zum Schulabschluss im Sekundarbereich I
Spätestens zu Beginn des vorletzten Schuljahres sollten Schüler/Schülerinnen Vorstellungen darüber entwickelt haben, wie es nach dem Abschluss der allgemeinbildenden Schule nach der 9. oder 1o. Klasse weitergehen soll. In der Regel haben die zur Schulentlassung anstehenden Jugendlichen zum großen Teil Vorstellungen darüber, was nach dem Abschluss im Sekundarbereich I folgen soll. Diejenigen, die noch keine konkrete Berufsentscheidung getroffen haben, bewegen vielfach verschiedene Alternativen in ihren Köpfen. Hier kann, sowohl an konkreten Vorstellungen, als auch an noch wenig konkreten Alternativen angeknüpft werden, um den jugendlichen Berufswählern aufzuzeigen, wie sie mit Hilfe einfacher planerischer Mittel ihre Chancen zur Eingliederung in das Berufsleben wahrnehmen können. Der richtige Zeitpunkt für die Durchführung dieser Unterrichtsveranstaltung liegt in der letzten Phase des vorletzten, spätestens in der Anfangsphase des letzten Schuljahres. Einfach deshalb, weil für zahlreiche Berufsbildungsgänge die Bewerbungs- bzw. Anmeldeverfahren ein Jahr im Voraus laufen. In einer Auftaktveranstaltung im Klassenverband erhalten die Schüler/innen einen Überblick über das Gesamtprojekt. Zum Einstieg in dieses Projekt werden die theoretisch vorhandenen Möglichkeiten zum Anschluss an Klasse 9, bzw. 1o.vorgestellt: (M
1 als Folie/ Abzüge ..... Anhand von vorbereiteten Beispielen ( M 2.1 / ..M2.1.Text .../ M2.2 /.. M2.2.Text ) werden Möglichkeiten beruflicher Bildung zur Ablösung von der allgemeinbildenden Schule exemplarisch vorgestellt. (Weitere Planungsbeispiele: www.berufswahlnavigator.de Stichwort: Den Berufsweg planen) Vielfach lassen sich danach auch Beispiele aus Schülerbeiträgen als Tafelanschrift anschaulich aufbereiten, um parallel zur ursprünglichen Planung des Schülers einzuplanende Alternativen aufzuzeigen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass den meisten Schülern und Schülerinnen bei einer derartigen Aufbereitung alternativer Möglichkeiten zum Einstieg in die Berufsbildung, sowie der Möglichkeiten zur beruflichen, Weiterentwicklung " ein Licht aufgeht". Sie zeigen sich plötzlich interessiert, derartige Möglichkeiten auch für ihre individuellen Überlegungen kennenzulernen. Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung werden die Schüler/innen angeregt, ihre bis dahin vorhandenen Überlegungen zu ihrer beruflichen Entwicklung zu Papier zu bringen, und /oder in einer Skizze festzuhalten. Ihnen wird angeboten, in einem persönlichen Gespräch mit dem Berufsberater im Rahmen der Sprechzeit der Berufsberatung in der Schule ihre Berufswahl-Skizzen überprüfen, bzw. weiterentwickeln zu lassen. Im Rahmen dieser Sprechzeiten stimmt dann jeder Schüler/in seine individuelle Planung für den Übergang vom Sekundarbereich I in den Sekundarbereich II inklusive mittelfristig relevanter Alternativen mit dem Berufsberater auf Plausibilität ab. Schüler haben dann eine qualifizierte Planungsgrundlage für ihren Berufseinstieg zur Verfügung. In einem weiteren Schritt sollen Schüler/innen dann die für ihre persönliche Planung relevanten Umsetzungsmöglichkeiten klären, sowie ihre Informationen über die infrage kommenden Berufe vervollständigen. Sie sollen z.B. für schulische Berufsausbildungsgänge entsprechende Adressen von Ausbildungseinrichtungen besorgen, eventuell anfallende Kosten/Schulgeld, Anmeldefristen etc. klären, und ihre Planungsunterlagen damit ergänzen. Für betriebliche Ausbildungsgänge sollen Adressen von potentiellen Ausbildungsbetrieben eruiert werden. Für diese Aufgabe sind Recherchen z.B. in: www.berufswahlnavigator.de / www.arbeitsamt.de (z.B. ASIS / KURS ) www.bibb.de / www.kompass-berufswahl.de / www.ihk.de ; aber auch in: Branchenbüchern, eventuell Stellenanzeigen aus Tageszeitungen, Web-Seiten ausgewählter Firmen erforderlich. Auch die in den Arbeitsämtern vorhandenen Selbstinformationsmöglichkeiten (z.B. ASIS) sollen genutzt werden. Diese Arbeiten müssen/ von den Schülern außerhalb des Schulalltags erledigt werden. Dafür sollen sie etwa 2-3 Wochen Zeit zur Verfügung haben. Auf der Grundlage des dann vorhandenen Informationsfundus, der von jedem Schüler/in in einer eigens dafür angelegten Berufswahlmappe angesammelt wird, fertigen die Schüler einen individuellen Zeitplan zur Umsetzung ihrer Planungen. In diesen Zeitplan werden Bewerbungs- und Anmeldetermine für alle alternativen Möglichkeiten eingetragen. Hier soll erneut der Kontakt zur Berufsberatung geknüpft werden, um die individuelle Planung noch einmal überprüfen zu lassen, und ggf. eine Registrierung als Bewerber bei der Berufsberatung vorgenommen werden. Entsprechend ihrer individuellen Zeitplanung treten die Schüler/innen somit in die konkrete Realisierungsphase ein, und Anmelde- und Bewerbungsaktivitäten werden umgesetzt. (Zum Thema Bewerbungsverfahren siehe Tipps für ihre Bewerbung) Erfahrungsgemäß brauchen Schüler/innen hier ein wenig Ermutigung, mehrere Möglichkeiten zeitgleich zu bearbeiten. Dieses Projekt ist geeignet, die Eigenverantwortung der Schüler/innen zu stärken, ihre Eigeninitiative zu fördern und Kompetenz in der Berufswahlproblematik zu entwickeln.
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