Rückgang bei Studienanfängern bringt Ausbildungsmarkt in Bedrängnis

 

Im Studienjahr 2004 ist laut einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes die Zahl der Studienanfänger um rund 21.000 zurückgegangen.

Gleichzeitig stieg im Berichtsjahr 2004 die Zahl der Bewerber um eine betriebliche Berufsausbildung in fast exakt der gleichen Größenordnung. (siehe Grafik)

Das verschärft den Verdrängungswettbewerb bei Bewerbungen um betriebliche Berufsausbildungsstellen zu Gunsten der Bewerber und Bewerberinnen mit Abitur.

Es ist legitim die Verantwortung für diese Entwicklung auf der politischen Ebene zu suchen. Studiengebühren und eine schlechte finanzielle Ausstattung der Studierenden lassen Abiturientinnen und Abiturienten aus einkommensschwachen Familien keine andere Wahl, als sich auf eine betriebliche Berufsausbildung einzurichten.

Weniger qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern bleiben da bei einem ohnehin noch knapper werdenden Angebot an betrieblichen Ausbildungsstellen oft nur noch Auffangmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit, und sind dann prädestiniert für prekäre Berufsverläufe.

 

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, und Statistisches Bundesamt

Grafik: www.berufswahlnavigator.de

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