Fortbildung Tischler/Schreiner

 

Vom goldenen Boden aufwärts

Handwerk hat goldenen Boden, so weiß es der Volksmund.

Weniger bekannt sind allerdings die vielfältigen Möglichkeiten, sich nach Abschluss einer Berufsausbildung weiterzubilden, und sich damit ganz neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Wir zeigen hier einige Beispiele für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten von der Basis des Tischler-/Schreinerhandwerks. Aus Gründen der Vereinfachung der Schreibweise wird nur die Männlichkeitsform gewählt. Selbstverständlich stehen alle Möglichkeiten auch den Tischlerinnen und Schreinerinnen offen.

Berufsausbildung zum Tischler

Unsere Ausgangssituation ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Tischler, sowie das Vorhandensein des Mittleren Bildungsabschlusses. In den meisten Bundesländern ist es inzwischen möglich, zusammen mit dem Berufsabschluss auch gleichzeitig den Mittleren Bildungsabschluss nachträglich zu erlangen, wenn vorher der Hauptschulabschluss vorlag.

Gestalter im Handwerk.

Beginnen wir mit der im Schaubild links dargestellten Möglichkeit der Weiterbildung zum Gestalter im Handwerk. Zu ihren Aufgaben gehört beispielsweise die Planung und Entwicklung neuer Produkte, die Planung und Herstellung von Prototypen und Modellen. Mehr zum Berufsbild im Internet

Zur Weiterbildung wird zugelassen, wer mindestens 2 Jahre Berufspraxis vorweisen kann.

Die Werkakademie für Gestaltung in 30175 Hannover bietet einen 10 Monate dauernden Vollzeitkurs an. http://www.werkakademiegestaltung.de/

Berufsbegleitende Angebote bietet in Form von Wochenendveranstaltungen das Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Berlin, in 10961 Berlin.

http://www.hwk-berlin.de/

Techniker /Holztechnik

Der zweite vorgestellte Weiterbildungsweg führt ebenfalls zunächst über eine 2-jährige Berufspraxis. Der Techniker /Holztechnik bereitet sich danach in einer 2-jährigen Fachschulausbildung auf seine spätere Aufgabe im Bereich der Planung und Steuerung von Arbeitsabläufen, der Materialplanung, Kostenrechnung und Arbeitsplatzgestaltung vor. Auch der Entwurf und die Konstruktion von Produkten können zu seinen zukünftigen Aufgaben gehören. Mögliche Ausbildungsinstitute sind die Fachschule Holztechnik und Gestaltung in 31134 Hildesheim . Es ist dort möglich, mit dem Abschluss staatl. geprüfter Techniker Fachrichtung Holztechnik auch gleichzeitig die Fach-Hochschulreife zu erwerben, sowie die Ausbildereignungsprüfung abzulegen. Am Berufskollege Beckum, Fachschule Technik-Holztechnik in 59241 Beckum kann mit erfolgreichem Verlauf des ersten Ausbildungsjahres nachträglich der Mittlere Bildungsabschluss, und nach dem zweiten Ausbildungsjahr mit erfolgreichem Abschluss der Techniker Ausbildung die Fach-Hochschulreife erworben werden. www.technikerschule-beckum.de

Lehramt an Beruflichen Schulen

An der Universität Hannover, 30060 Hannover können besonders qualifizierte Berufstätige, zu denen die staatlich geprüften Techniker, sowie auch Meister gehören, auch ohne Abitur nach einem örtlichen Auswahlverfahren durch die Hochschule zum Studium für das Lehramt an Beruflichen Schulen zugelassen werden. www.uni-hannover.de

Fach-Oberschule

Nach dem Besuch der Fach-Oberschule - entweder gleich im Anschluss an die Gesellenprüfung, oder aber berufsbegleitend - kann die Fach-Hochschulreife erworben werden.

( Adressen von Fach-Oberschulen im Internet unter: http://www.arbeitsamt.de

Sie berechtigt zum Studium an der Fach-Hochschule. Als mögliche Fachrichtung käme Architektur, oder Innenarchitektur infrage.

Das Architekturstudium an der Fach-Hochschule dauert - ebenso wie das Studium zum Dipl. Ing. FH / Innenarchitekt - 11 Semester. Bundesweite Studienangebote sind zu finden unter: http://www.hochschulkompass.de

Informationen über die Berufsbilder Architekt und Innenarchitekt sind unter http://berufenet. zu finden.

Tischlermeister

Wer sich als Tischlermeister selbständig machen möchte, kann dies über einen Vorbereitungskurs, der in Vollzeitform ein Jahr dauert, und an den sich die Meisterprüfung anschließt. Viele Handwerkskammern bieten auch berufsbegleitende Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung an, die bis zu zwei Jahre dauern. Die Anschriften, sowie die Internetadressen der Handwerkskammern in Deutschland sind unter folgender Adresse im Internet zu finden: http://www.zdh.de/org_hwk/hwk/hwk_link/hwk_list.htm

Berufsschullehrer

Der Abschluss als Tischlermeister kann auch das Sprungbrett für eine Neuorientierung zum Berufsschullehrer sein. Informationen zum Lehramt an Berufsbildenden Schulen finden Sie unter der Internetadresse http://berufenet.

BAFöG

Die hier vorgestellten Weiterbildungsgänge sind nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz förderungsfähig. Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.bafoeg.bmbf.de

Zum Meisterbafög: http://www.meister-bafoeg.info/

Zuständig ist in der Regel das Amt für Ausbildungsförderung.

 

Studium an Berufsakademien:

Der Studiengang Holz- und Holzwerkstofftechnik / Dualer Studiengang an der Berufsakademie Dresden

http://www.ba-dresden.de/index2.php?menu=1&item=10

Ingenieru Holztechnik an der Berufsakademie Melle:

http://www.ba-melle.de/student-werden.html

 

Siehe auch "Eränzendes Schaubild"

Aktualisierung Juli 2011