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Letztmalig
im Berichtsjahr 2002 wurden den Arbeitsagenturen in Deutschland von ausbildungsinteressierten
Betrieben mehr Ausbildungsplätze gemeldet, als dann tatsächlich mit ge-eigneten
Bewerbern besetzt wurden.
Bereits
seit 2003 ist die BA nicht mehr aktuell über das Angebot an tatsächlich zu
besetzende Ausbildungsangebote von ausbildungsinteressierten Betrieben informiert.
Es werden ihr weniger Ausbildungsplätze von Betrieben gemeldet, als tatsächlich
mit Bewerbern besetzt werden.
Dieser
Kompetenzverlust der BA wird vielfach auf Änderungen der Organisationsstrukturen
in den Arbeitsagenturen zurück-geführt. Die Experimente im Rahmen der Umstrukturierung
der BA, so wird vermutet, führten zu einem Verlust der Kundenbindung im Kontakt
mit Ausbildungsbetrieben.
Auf
der Bewerberseite zeichnet sich nun eine ähnliche Entwicklung ab. Hier verlor
die BA seit 2006 gut 30 % des auf freiwilliger Basis bei ihr registrierten
Bewerberpotentials.
Der Rückgang der Entlassschüler aus allgemein bildenden Schulen betrug seit
2006 dagegen nur rund 7,3 %
Dieser
Rückgang der auf freiwilliger Basis bei den Arbeitsagenturen registrierten
Bewerber ist allerdings politisch gewollt. Mit ihrem auch im Internet veröffentlichten
"Leitfaden zur Neuausrichtung der Beratung und Ausbildungsvermittlung Jugendlicher
(U25)" drängt die BA Jugendliche mit höherem Schulabschluss zu verstärkter
Eigeninformation und Selbstsuche. Sie begründet dies mit begrenzten Ressourcen.
Ergebnis: die Bewerber bleiben weg.
Vor diesem Hintergrund scheint es unredlich, die Geschäftsstatistik der BA
zur Schönfärbung der aktuellen Ausbildungsmarktlage zu missbrauchen. Verlässliche
Zahlen über die tatsächlich neu besetzten Ausbildungsstellen in 2009 liefert
zum 31.12. 2009 das Bundesinstitut für Berufsbildung.
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