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Berufe mit schlechtem Image bereiten Betrieben Probleme

Für Berufe mit schlechtem Image werden Ausbildungsbetriebe zunehmend Probleme bekommen, genügend Ausbildungsinteressenten zu finden.

In einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung " Image als Berufswahlkriterium" weisen die Autoren Eberhard, Scholz und Ulrich darauf hin, dass bei Schulabgängern durchaus das Ansehen, das ein Beruf genießt, ausschlaggebend für die individuelle Berufsentscheidung sein kann. Zu den Berufen mit schlechtem Image zählen die Autoren die folgenden Berufe:

.................-Fachmann/-frau für Systemgastronomie, -Restaurantfachmann/-frau, -Koch/Köchin, -Fachkraft im Gastgewerbe -Bäcker -Fleischer

Die Autoren machten sich auch Gedanken darüber, wie das Image dieser Berufe verbessert werden kann. Sie schlagen eine positivere Darstellung dieser Berufe in den Unterhaltungsmedien vor, und weisen darauf hin, dass durch bloße Umbenennungen der Berufe - wie z.B. von Schaufenstergestalter in "Gestalter für visuelles Marketing" - alleine das ansehen eines Berufes noch nicht verbessern kann. Sie halten auch eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen in diesen Berufen sowie eine bessere Bezahlung der Beschäftigten für unabdingbar.

Immerhin hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinem Ausbildungsreport 2008 noch einmal auf die seit Jahren bekannten, oft unzumutbaren Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in den genannten Berufen aufmerksam gemacht.

Ob es um die Qualität fachlicher Anleitung, die Einhaltung von Ausbildungsplänen gemäß der Ausbildung-sordnung, die Verrichtung ausbildungsfremder Tätigkeiten, unbezahlte Überstunden, das Arbeits- und Betriebsklima im allgemeinen geht, dann sind die oben genannten Berufe bei den Spitzenreitern zu finden.

Nach Auffassung des Internetdienstes www.berufswahlnavigator.de kann es nicht darum gehen, das Image der Berufe durch Manipulation des Erscheinungsbildes in den Unterhaltungsmedien zu verändern. wie es die Autoren der Studie vorschlagen.

Die Berufe müssten durch Verbesserungen in der Realität aus eigener Kraft ihr Ansehen verbessern. Dazu seien große Anstrengungen in den Betrieben erforderlich, um in den vom DGB aufgeführten, oben genannten kritischen Punkten Verbesserungen zu erzielen.

www.berufswahlnavigator.de sieht aber auch die Kammern, insbesondere die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern in der Pflicht, auf ihre Mitgliedsbetriebe stärker einzuwirken als das bisher der Fall war. Die Verantwortung für das derzeit schlechte Image der Berufe liege ausschließlich bei den Betrieben. Sie alleine sind es, die durch die konkrete Gestaltung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, einer fairen Entlohnung und der Eröffnung von Weiterbildungschancen das Ansehen der Berufe nachhaltig prägen.